Aufdeckung von Ärztepfusch,Schadensersatzansprüche,Wege zu Ihrem Recht,Vorbeugung von Behandlungsfehlern Ärztepfusch - Ihr Recht bei Behandlungsfehlern
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Verdacht auf fehlerhafte Behandlung und erste Schritte

Verdacht auf fehlerhafte Behandlung
Bei Verdacht auf eine fehlerhafte Behandlung ist zu klären, ob im Vorfeld möglichen Komplikationen zugestimmt wurde und falls nicht, inwieweit wirklich ein objektiver Behandlungsfehler vorliegt.

Der Verdacht auf eine fehlerhafte Behandlung entsteht besonders schnell nach chirurgischen, orthopädischen oder gynäkologischen Eingriffen. Die Patienten spüren innerhalb kurzer Zeit nach dem Eingriff, ob der versprochener Behandlungserfolg eintritt oder nicht. Wer sich also zum Beispiel aufgrund von Kniegelenksproblemen unters Messer legt und nach dem Eingriff keine deutlich spürbare Verbesserung erlebt oder gar mit Entzündungen oder stärkeren Schmerzen als vorher zu kämpfen hat, der darf zumindest erste Zweifel haben.

Das Feld der Chirurgie ist weit. Ob eine Behandlung von Erfolg gekrönt ist, hängt von vielen Umständen ab. Am sichersten lässt sich der Erfolg oder Misserfolg eines chirurgischen Eingriffs von Patienten dann einschätzen, wenn er im Vorfeld der Operation klare Informationen vom behandelnden Arzt über den zu erwartenden Verlauf nach dem Eingriff eingeholt hat. Anhand des Vergleichs von dem was sein soll und dem was ist, kann sich ein Verdacht begründen. Ein sehr deutlicher Schwerpunkt des Arzthaftungsrechts sind Fehler, die bei einer Geburt passieren. Die Schäden, die hier auftreten, können sich bei einer Behinderung lebenslang auswirken und die Folgebehandlung sehr teuer werden. Aufgrund dessen ist die Überprüfung von Behandlungsfehlern im Rahmen von Geburten an der Tagesordnung.

Zusätzliche Schadenbereiche

Aus Altersgründen pflegebedürftige Personen eröffnen neue Schadenbereiche für die Arzthaftung. Allgemeine Pflegefehler oder besondere Versäumnisse führen zur vermeidbaren Schmerzen, die sich durchaus beklagen lassen. Das Vorbeugen von Dekubitus (Wundliegen) ist ebenfalls ein wichtiges Gebiet, wenn es um fehlerhafte Behandlung geht. Insbesondere, wenn Ärzte und Pfleger eine konkrete Patientenverfügung nicht berücksichtigen und im Rahmen einer Pflege gegen die Wünsche ihres Patienten handeln, bewegen wir uns schnell im Verdachtsbereich fehlerhafter Behandlung.

Auch wenn es um die Zahnbehandlung geht, werden Patienten immer aufmerksamer. In der Regel übernimmt jeder einzelner Zahnarztpatient einen beträchtlichen Teil der Kosten für Zahnersatz. Wenn nach der Behandlung Probleme auftreten, dann sollte es natürlich möglich sein, Ansprüche geltend zu machen. Auch hier hilft ein Gespräch im Vorfeld mit dem Zahnarzt. Wie wird der voraussichtliche Heilungsprozess sein? Welche Komplikationen sind zu erwarten? Stellen Patienten starke Abweichungen fest, kann ein Behandlungsfehler die Ursache sein.

Bereiche fehlerhafter Behandlung: Hygiene im Krankenhaus

Weitere Bereiche, in denen Ärztepfusch bzw. Behandlungsfehler auftreten und die sich auch von Laien feststellen lassen, liegen in der Krankenhausorganisation. Sie werden im Arzthaftungsrecht oftmals Gegenstand tiefgehender Untersuchungen. Beispielsweise ist ein Krankenhausträger dazu verpflichtet, einen Patienten ordnungsgemäß zu versorgen. Dass die Klingelanlage am Patientenbett funktioniert, gehört dazu. Auch muss ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen. Eine sachgerechte Hygiene sowie auf die erhöhten Hygienestandards ausgerichtete Organisationsstrukturen gehören zu den elementaren Anforderungen, die Patienten und Patientinnen erwarten können. Dennoch erleiden mehr als eine halbe Million Menschen pro Jahr eine Infektion. Der Verdacht eines Behandlungsfehlers liegt nahe.

Darüber hinaus sollten verantwortliche Patienten und ihre Angehörigen die Medikamentengabe im Blick haben. Statistiken zeigen, dass das gehäufte auftretende von Nebenwirkungen in Therapien oftmals darauf zurückzuführen ist, dass keine Originalmedikamente, sondern Ersatzmedikamente verabreicht werden. Diese Medikamente, sind nach Untersuchungen vor dem Hintergrund des Arzthaftungsrechts oft für massive Nebenwirkungen beim Patienten verantwortlich. In diesem Sinne ist auch das ein Behandlungsfehler am Patienten.


Prognostizierter Behandlungserfolg bleibt aus

Der Verdacht von fehlerhafter Behandlung ist überall dort angebracht, wo Menschen mit Ärzten zusammentreffen und die Erwartungen des Patienten an dem prognostizierten Erfolg nicht eingetreten sind. Ist ein Patient mit seiner Behandlung nicht zufrieden und hat einen Schaden davongetragen, bewegen wir uns im Bereich möglicher fehlerhafter Behandlung.

Was ist zu tun, wenn ein Behandlungsfehler vermutet wird? Dann ist zunächst der Verlauf der Behandlung zu überprüfen. Ein Gespräch mit dem behandelnden Mediziner hilft dabei abzuklären, warum der Patient nicht wie erwartet gesundet ist. Stellt sich die Lage komplizierter dar, zieht man einen Gutachter zurate. Dieser überprüft die Behandlungsunterlagen und schätzt ein, ob Behandlungsfehler vorliegen. Kurz zusammengefasst stehen dem Patienten fünf Wege offen, wenn der Verdacht auf eine falsche Behandlung besteht:

  1. ein Gespräch mit dem Arzt führen
  2. den Behandlungsverlauf prüfen
  3. die ärztliche Dokumentationspflicht prüfen
  4. eine Begutachtung in Auftrag geben
  5. strafrechtliche Schritte einleiten

Wie das im Einzelnen abläuft, ist den ausführlichen Erläuterungen zu entnehmen.

 

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Hinweis:
Die vorliegenden Empfehlungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Wir übernehmen keine Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der angebotenen Informationen, inbesondere auch nicht für die positiven oder negativen Konsequenzen der Befolgung oder Nichtbefolgung unserer Informationen. Betroffene sollten immer den Gang zum Rechtsanwalt wählen, um sich eine individuellen Einschätzung der eigenen Lage zu machen und über die aktuelle Rechtslage.